Mit einem Rahmenprogramm für die ganze Familie wird um 15:00 Uhr ein weiterer Trinkbrunnen eingeweiht.
Start des Hitzetelefons in Recklinghausen im Juni 2026
Seit einigen Jahren steigen die Temperaturen kontinuierlich an. Es kommt immer häufiger zu Hitzeperioden, d. h. Tagen und vor allem Nächten mit tropischen Temperaturen. Viele Menschen sind darauf nur ungenügend vorbereitet. Ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen können die Folge sein. Bitte unterschätzen Sie die Gefahren durch große Hitze nicht.
Wir möchten im Falle einer Hitzewarnung bereit sein, gefährdete Personen anzurufen und sie mit wichtigen Tipps zu versorgen. Dadurch wollen wir vor allem ältere Menschen frühzeitig und persönlich über extreme Temperaturen in Recklinghausen informieren und dazu anregen, vorsorglich geeignete Maßnahmen zu treffen. Denn: Vorsorgen ist besser als heilen! Mit den Anrufen durch das Hitzetelefon entstehen für Sie keine Kosten oder Verpflichtungen. Aus Datenschutzgründen möchten wir Sie aber nicht ohne Ihre Einwilligung anrufen. Sollten Sie sich daher für die Unterstützung durch das Hitzetelefon interessieren, rufen oder schreiben Sie uns an ak.soziales.re@gmail.com Telefon:015253070436.
Das Hitzetelefon ist ein Initiative des Hitzeaktionsbündnisses Recklinghausen, bestehend aus Stadt Recklinghausen, Westfälische Hochschule Institut Arbeit und Technik, DRK KV Recklinghausen, Marie Curie Gymnasium und dem Seniorenbeirat Recklinghausen. Es ist für den Zeitraum Juni bis September 2026 vorgesehen.
Falls Sie dem ehrenamtlichen Team des Hitzetelefons beitreten wollen, um Menschen in Hitzephasen zu informieren, können Sie sich ebenfalls melden.
Ab wann wird angerufen? Ein Anruf des Hitzetelefons erfolgt ab einer erwarteten „gefühlten Temperatur“ von 32 Grad Celsius und mehr, das entspricht einer starken Wärmebelastung.
Zu welcher Tageszeit wird angerufen? Die Anrufe müssen spätestens am ersten Tag nach der Ausgabe einer Hitzewarnung in der Regel zwischen 8.00 und 13.00 Uhr erfolgen. Wenn möglich, sollen Hitzewarnungen noch am Tag ihrer Bekanntmachung im „Newsletter Hitzewarnungen“ des Deutschen Wetterdienstes auf die Webseite www.seniorenbeirat-recklinghausen.com und telefonisch weitergeleitet werden.
Und wenn jemand das Telefon länger nicht abnimmt? Dann zählt dies als „nicht erreicht“. In diesem Fall wird noch maximal zwei weitere Male versucht, die Person zu erreichen. Gelingt dies nicht, ist die Anrufpflicht erfüllt und die Person wird erst bei der nächsten Hitzewarnung angerufen.
Welche Informationen dürfen während eines Anrufs erteilt werden? Das Hitzetelefon dient ausschließlich der Weitergabe von aktuellen Hitzewarnungen. Individuelle Gesundheitstipps dürfen aus rechtlichen Gründen nicht gegeben werden
Nicht nur die bisherige MCG-Messanlage war in die Jahre gekommen. Die an diese gekoppelte Software lässt sich nicht auf modernen Rechnern nutzen. Eine Neuanschaffung musste her. Gesamtkosten: 10.000 Euro. 5.000 Euro investierte die Schule in die neue Messstation samt Software, 5.000 Euro Spendengeld steuerte die Sparkasse Vest bei. Für die Nutzung der Spendengelder für diesen Zweck hatte sich der Seniorenbeirat stark gemacht. Ursprünglich war das Geld für ein Hitzepräventionsprojekt des Seniorenbeirats gedacht – und kommt jetzt dieser wichtigen Zukunftsaufgabe zugute.
Informationsstand auf dem Altstadtmarkt wurde die Notwendigkeit des Hitzeschutzes an heißen Tagen erläutert und es wurden Ratschläge zur Hitzebewältigung gegeben.den 04.06.2025
Das ZDF hat einen Film über unser Projekt Hitzeprävention in Recklinghausen gedreht. Dort wurde eine Interview Situation in der Wohnung einer Telefon Probandin nachgestellt. Sehen Sie selbst:
Hitzeaktionstag 2024 der Aktionsgemeinschaft „Hitzeschutz Recklinghausen“
Den zweiten bundesweiten Hitzeaktionstag nutzte unlängst die Aktionsgemeinschaft „Hitzeschutz Recklinghausen“ um über bisherige Aktivitäten und über ein im Herbst 2023 begonnenes Pilotprojekt zum Hitzeschutz von Senior*innen in Recklinghausen zu berichten.
Die Aktionsgemeinschaft besteht aus dem Seniorenbeirat Recklinghausen, dem Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt und Recklinghausen (IAT) und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), Kreisverband Recklinghausen. Unterstützt wird das Projekt von der Stadt Recklinghausen.Passend zum Hitzeschutztag konnten IAT und DRK von der eingetroffenen Förderzusage des Umweltministeriums NRW (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr) für 2024 berichten. Somit kann das Projekt starten. Der Klimaanpassungsmanager der Stadt, Felix Sprenger, berichtete zusätzlich über Klimaanpassungsaktivitäten im Emscherraum, auf Kreisebene und über Hitzeprävention im gesamtstädtischen Klimakonzept 2035/2045.
Pilotprojekt bei allein lebenden Seniorinnen und Senioren in Recklinghausen
Bereits heute werden in Deutschland in Hitzeperioden Höchsttemperaturen von 40 Grad Celsius und mehr erreicht. Alle Fachleute prognostizieren im Zuge des Klimawandels weiter ansteigende Temperaturen und häufigere und länger andauernde Hitzeperioden von 20 Tagen und mehr. In solchen Hitzeperioden steigt die Sterblichkeitsrate gerade bei älteren hochbetagten Menschen stark an. Allein für 2020 geht das Bundesgesundheitsministerium von 4000 Hitzetoten aus, das sind ein Drittel mehr Tote als jährlich im Straßenverkehr sterben, und das innerhalb weniger heißer Sommertage. Betroffen sind in Deutschland insbesondere ca.3 ,3 Millionen pflegebedürftige ältere Menschen, die noch allein zu Hause wohnen.
Der Seniorenbeirat Recklinghausen ( SBR ) verfolgt seit 2022 ein Pilotprojekt zur Entwicklung und Erprobung von Schutzmaßnahmen für allein lebende Seniorinnen und Senioren für zukünftige Hitzeperioden. Aufbauend auf den Vorüberlegungen und Vorplanungen des SBR bereitet zur Zeit eine Projektgemeinschaft des Instituts für Arbeit und Technik aus Gelsenkirchen ( Institut der Westfälischen Hochschule, Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen, IAT ) und des Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Recklinghausen e.V. einen Förderantrag beim Landesumweltamt NRW vor, mit dem die nötigen Finanzmittel für die geplante Projektdurchführung im Sommer 2023 bewilligt werden sollen.
Der Seniorenbeirat der Stadt Recklinghausen hat deshalb einen Vorschlag für ein Pilotprojekt entwickelt, der im wesentlichen auf einer telefonischen Begleitung ( Information und Gesundheitsüberwachung ) während einer andauernden Hitzewelle beruht. Zur weiteren Planung und Umsetzung wurde der Forschungsschwerpunkt der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt und Recklinghausen mit dem Institut für Arbeit und Technik als Projektpartner gewonnen, die voraussichtlich im Sommer 2023 das Pilotprojekt mit Unterstützung von Stadt und Seniorenbeirat durchführen wird. Nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojektes soll ein Konzeptvorschlag für eine wiederkehrende langfristige Betreuung allein lebender Seniorinnen und Senioren in Hitzeperioden entwickelt werden.
Norbert Jandt (l.) und Gerhard Kmoch (r.) vom Hitze-Präventionsprojekt zeigen es symbolisch an: die Temperaturen steigen.
Informations- und Schulungsprojekt zum Hitzeschutz für Ärzte und andere Gesundheitsberufe in Recklinghausen. Projektunterstützung und Projektförderung durch Sparkasse und Sparkassenstiftung Recklinghausen.
Unabhängig von diesem Pilotprojekt plant der Seniorenbeirat mit fachlicher Unterstützung des IAT die Durchführung einer Informations- und Schulungsveranstaltung für Ärzte, für das Praxispersonal der Ärzte und für Unternehmen der ambulanten Pflege in Recklinghausen. Die Informations- und Schulungsveranstaltungen sollen als Online- Veranstaltungen im Mai d.J. stattfinden :Derzeit sind insgesamt vier kostenlose Vortragsveranstaltungen für Ärzte und deren Praxismitarbeiterinnen und für Pflegedienste geplant. Vortragsbeginn jeweils 13.00 Uhr. Informations- und Schulungsveranstaltung für Ärzte und Praxismitarbeiterrinnen 24.05.2023 oder am 31.05.2023 Referentin: Frau Claudia Quitmann, Ärztin am Universitätsklinikum Heidelberg. Die Veranstaltung ist nur möglich durch eine großzügige Spende der Sparkassenstiftung und der Sparkasse Vest.
Im Bild von links, Herr Dr.M. Kornau (Stiftung der Sparkassenstiftung Recklinghausen). Herr Dirk van Buer (Pressesprecher der Sparkassenstiftung Recklinghausen, Gerhard Kmoch (Mitglied Projekt Hitzeprävention), Jörg Fleck ( Vorsitzender des SB Recklinghausen) und Norbert Jandt (stellvertretender Vorsitzender SB Recklinghausen).
Die Referentinnen stellen sich vor:
Frau Quitmann arbeitet aktuell an einem Forschungsprojekt zum Thema „ Adaption und Vernetzung der haus- und fachärztlichen Versorgung im Hinblick auf die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels“. Informations- und Schulungsveranstaltung für Pflegedienste 17.05.2023 oder am 25.05.2023 Referentin: Frau Dr. Julia Schoierer ,Projektleiterin am Institut für Arbeits- Sozial- und Umweltmedizin des LMU- Klinikums München. Der Arbeits- und Forschungsschwerpunkt von Frau Dr. Schoierer liegt auf den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels.
Frau Dr. QuitmmannFrau Julia Schoierer
Frau Dr. Julia Schoierer hat in einem Podcast mit dem Zentrum für Klimaanpassung Stellung zu gesundheitlichen Auswirkungen der Klimaveränderungen genommen.
Auch im Ärzteblatt ist dazu ein interessanter Bericht veröffentlicht worden, den Sie unter folgendem Link finden: – Schutz vor Hitze
Die Recklinghäuser Zeitung schrieb dazu in ihrer Online Ausgabe vom 22.01.22: RZ Online Bericht HP
Im Rahmen der Erarbeitung des ersten Kölner Hitzeschutzplanes für Menschen im Alter ist mit der Kölner Band Klabes folgendes Lied entstanden, dass hier zu hören ist: „ Drinke“ der Kölner Musikgruppe Klabes . Die wesentliche Botschaft des Liedes lautet : Bei Hitze viel und regelmäßig trinken.
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