„Enkeltrick“: Betrügerin bringt 94-Jährige aus Recklinghausen um ihr Bargeld
Immer öfter passiert es, dass Senioren*innen Opfer von Betrügern werden. Hier ein besonders dreistes Vorgehen. Es berichtet Kathrin Grochowski für die RZ Recklinghausen vom 31.03.2022.
Eine 94-Jährige aus Recklinghausen ist einer dreisten Betrugsmasche zum Opfer gefallen. Eine Anruferin gaukelte der Seniorin eine Notlage des Urenkels vor und erbeutete so deren Ersparnisse.
Perfide Masche: Unbekannte haben eine Seniorin in Recklinghausen um ihr Bargeld gebracht, indem sie ihr am Telefon eine Notlage vorgegaukelt haben.
Die Polizei warnt einmal mehr vor Betrügern, die die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft anderer, vor allem älterer Menschen, schamlos ausnutzen: Eine 94-Jährige aus Recklinghausen ist am Mittwoch (30.3.) auf eine Variante des „Enkeltricks“ hereingefallen – und jetzt eine fünfstellige Summe Bargeld los.
Am Vormittag hatte eine Frau bei ihr angerufen und sich als Freundin des Urenkels ausgegeben. Der Urenkel sei in einen Autounfall verwickelt, er müsse für die Schadensbegleichung in Vorleistung gehen und benötige einen fünfstelligen Geldbetrag. „Meist sind die Anrufer rhetorisch sehr gut geschult und wenden geschickte Fragetechniken an, sodass vor allem Senioren auf diese perfide Masche hereinfallen“, weiß Polizeisprecher Andreas Lesch.
Auch die WAZ berichtet aus Hattingen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis am 02.04.22, dass Betrüger 90.000 Euro durch den Enkeltrick erbeutet haben.
Während ein 73-jähriger Hattinger nicht auf „Frau Meier“ hereingefallen ist, die sich als eine Mitarbeiterin des Bundeskriminalamtes bei ihm meldete: Seine Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht, ein Unfallopfer liege im Sterben, die Tochter käme nur gegen Kaution frei. Als er gefordert habe, seine Tochter sehen zu wollen, und damit drohte, andernfalls zur Polizei zu gehen, habe man aufgelegt. Andere waren weniger aufmerksam: 90.000 Euro erbeuteten Betrüger an einem Tag im Ennepe-Kreis bei mehreren Bürgern.
Wie man sich schützen kann rät die Kriminalpolizei mit 6 Tipps:
1. Gesundes Misstrauen ist am Telefon angebracht
Wenn sich der Anrufer nicht mit seinem Namen nennt, sollten Sie grundsätzlich vorsichtig sein. Geben Sie keinerlei Informationen preis. Lassen Sie den Anrufer sprechen.
2. Bei Geld hört die Freundschaft auf
Ganz gleich, welche Geschichte der Anrufer Ihnen erzählt. Unterbrechen Sie das Gespräch, wenn er Geld von Ihnen möchte. Im Notfall legen Sie einfach auf. Geben Sie vor allem keine Details zu Ihren Vermögensverhältnissen preis.
3. Prüfen Sie den angeblichen Verwandten
Da kann ja jeder kommen und behaupten, er sei Ihr Verwandter. Befragen Sie den Verwandten zu familiären Einzelheiten, die kein Fremder wissen kann. Beim Enkel wäre die leichteste Frage, wann Mutter und Vater geboren sind. Kann der Anrufer das nicht beantworten, dann legen Sie auf.
4. Unbekannte Personen sind tabu
Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Person, egal welche Geschichte der Anrufer erzählt. Soll er doch einen anderen Verwandten anrufen, wenn er nicht selbst kommen kann.
5. Nehmen Sie Rücksprache mit Verwandten
Besprechen Sie sich mit anderen Personen in der Familie oder notfalls mit Nachbarn, bevor Sie Geld übergeben oder zusagen. Finden Sie keinen Ansprechpartner, dann wenden Sie sich nach dem mysteriösen Anruf unter der Telefonnummer 110 an die Polizei.
6. Als Opfer müssen Sie Anzeige erstatten
Falls Sie auf einen Trick reingefallen sind, dann hilft keine falsche Scham weiter. Wenden Sie sich an die Polizei oder Verwandte und erstatten Sie in jedem Fall Anzeige. Das geht auch über das Internet, sodass Sie nicht auf die Dienststelle der Polizei müssen. Und wer dennoch auf das Präsidium geht, sollte wissen, was er beim Erstatten der Anzeige beachten muss.
Genauso gefährlich wie der Enkeltrick sind die falschen Polizisten. Diese kommen entweder persönlich oder rufen Sie ebenfalls an. Auf Onlinewarnungen haben wir für diese bundesweite Betrugsmasche den Ratgeber „Anruf von der Polizei: Das müssen Sie beachten“ zusammengestellt.
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